Donnerstag, 12. Mai 2011

Die Kraniche des Druckstutzens

Hat sich Goethe mit Kommissionierproblemen auseinandergesetzt? Hat Schiller Elogen nicht nur auf die Kraniche des Ibykus sondern auch auf Kleinwasserbeihilfen für die Binnenschifffahrt geschrieben? Konnte Kleist etwas mit Radsätzen oder Tachoscheiben anfangen?

Vermutlich werden Sie jetzt spontan alle drei Fragen mit "nein" beantworten. Und doch mußten die Besucher der transport logistic in München nicht nicht auf klassische und unterhaltsam-anregende Entspannung vom anstrengenden Messegeschehen verzichten. Der Kesselwagenspezialist VTG bot an seinem Stand auf dem Außengelände dem Improvisationstheater "Isar 148" eine Bühne. Auch wenn diese nur aus einem grünen Flizbelag bestand, das Improvisationstheater ist ein Geheimtipp während der Messe.

Rund eine halbe Stunde sollte man sich Zeit nehmen. Und dann kommt Ungewohntes. Was - das hängt im Wesentlichen vom jeweiligen Besucherkreis ab: Improvisation eben. Sind die Fachleute des Modal Split da, kann es schon einmal darum gehen, wie Elefanten nach Spanien gebracht werden. Kühllagerspezialisten haben die beiden Künstler Roland Trescher und Michael Dietrich zu einer Szene über das Kommissionieren bei eisigen Temperaturen angeregt. Techniker amüsierten sich prächtig beim Philosophieren über durchgeknallte Druckstutzen. Und das Niedrigwasser in der Binnenschifffahrt zogen Trescher und Dietrich mustergültig im Stile der großen Klassiker durch den Kakao.

30 Minuten, die im Fluge vergingen - und den Kopf vielleicht auch wieder frei machten, für die wichtigen Fachsimpeleien während einer so großen Leitmesse. Nur wenige Meter weiter auf den Gleisen im Außengelände ging es wieder hart zur Sache. Dort standen Güterwaggons aller Couleur flankiert von modernen Loks der Schienengüterverkehrsanbieter. Spannend ging es dort mit Sicherheit auch zu. Ob aber die Druckstutzen an der Schweizer Lok durchgeknallt waren, ... das entzieht sich der Kenntnis des Bloggers.

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